Thomas Metzinger: Von der Neuroethik zur Bewusstseinsethik Philosophie im Palais - Der philosophische Garten, 02.12.09 Vortrag: Thomas Metzinger [Länge: 71'00, 50 MB, 96 kbps]
Thomas Metzinger leitet an der Universität Mainz die Arbeitsbereiche Theoretische Philosophie, Neurophilosophie und Neuroethik. Von 2008 bis Sommer 2009 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seit Herbst 2009 ist er Präsident der Association for the Scientific Study of Consciousness. Laut Focus (2006) gehört Metzinger zu den wenigen deutschen Philosophen, die den Stand der empirischen Hirnforschung aufgearbeitet haben. Im September 2009 erschien sein erstes auch für Laien konzipiertes und allgemeinverständlich geschriebenes Buch: Der Ego-Tunnel: Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik, Berlin Verlag. |
![]() |
|||
Der Grenzgang beginnt im Kopf – Podiumsgespräch mit Reinhold Messner Philosophie im Palais - Philosophie im Dialog, 02.04.09 Podiumsgespräch [Länge: 78'54, 45.1 MB, 80 kbps]Begrüßung: Veronika Geng
„Die Kunst des Grenzgangs besteht darin, nicht umzukommen. Das Hinaufkommen ist völlig unwichtig. Das Zurückkommen ist wichtig.“ Für Reinhold Messner beginnt der Grenzgang im Denken, im Kopf. Aber er findet nicht im Kopf statt, sondern nur vor Ort, in der Todesgefahr. Diese erlebten Grenzsituationen erlauben ihm Identitätserfahrungen, die ihm die Philosophie alleine nicht bieten kann. Oder vielleicht sogar: die gerade deshalb erst möglich sind, weil in der Grenzsituation „kein Bedürfnis mehr nach Philosophie“ da ist. Für Messner wird in unmittelbarer Todesgefahr das
ganze Leben relativiert. Er sieht es, „wie es wirklich ist“,
kann sich lösen von aller Anpassung und Fremdbestimmung, um nur noch
das zu tun, was er für sich als wichtig empfindet. Reinhold Messner studierte Vermessungskunde an der Universität Padua und vertrat von 1999 bis 2004 die italienischen Grünen im Europäischen Parlament. Vor allem aber ist er Extrembergsteiger, Abenteurer, Buch- und Filmautor. Er war der erste Mensch, der auf den Gipfeln aller 14 Achttausender stand. Aber er ist nicht nur einer der bekanntesten, sondern auch einer der umstrittensten Bergsteiger. Bemerkenswert ist, dass sein Leben in Extremen mit tiefen philosophischen Reflexionen verbunden ist. Dr. phil. Dipl.-Chem. Siegfried Reusch studierte Chemie und Philosophie in Ulm und Stuttgart; seit 1995 ist er Verleger, Mitherausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift „der blaue reiter – Journal für Philosophie“.
|
![]() |
|||
Cai Werntgen: Gesten des Denkens - Heidegger after Duchamp Philosophie im Palais – Der philosophische Garten, 26.02.2009 Vortrag: Cai Werntgen. [Länge: 71'40, 49.1 MB, 96 kbps]
Im Juli 1923 schreibt Martin Heidegger in einem Brief an Karl Jaspers von seiner Freude, „durch Vormachen Wandel schaffen zu können“, was „freilich nicht halb so bequem sei wie ein Buch zu schreiben“. Ausgehend von dieser Heideggerschen Unterscheidung zwischen „Vormachen“ und „Buchschreiben“ soll die Frage nach der Bedeutung des Gestischen für das Denken untersucht werden. Dr. phil. Cai Wentgen geht in seinem Vortrag der Frage nach, inwiefern sich die „Geste“ neben „Schrift“ und „Stimme“ als dritte Dimension des Denkens verstehen ließe. Der Philosoph und Publizist Matthias Christian Müller, Leiter des Philosophischen Gartens, führt in das Thema ein. Begrüßung von Veronika Geng, Stadtbücherei Stuttgart. Dr. phil. Cai Werntgen, geb. 1967 in Eutin, studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Religionsphilosophie und Medientheorie in Freiburg, Tübingen und Karlsruhe. Er ist Geschäftsführer und Vorstand der Udo Keller Stiftung FORUM HUMANUM, Hamburg, sowie seit 2004 Lehrbeauftragter für Philosophie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Neben philosophischen und literaturwissenschaftlichen Artikeln veröffentlichte er 2006 den Band „Kehren: Martin Heidegger und Gotthard Günther“ über europäisches Denken zwischen Orient und Okzident. Matthias C. Müller
ist Dozent für Philosophie an der Staatlichen Hochschule für
Gestaltung in Karlsruhe. 2005 gründete er in Stuttgart den „Philosophischen
Garten“ als eine offene Bildungseinrichtung, die sich mit Fragen
nach dem Sinn des Lebens und der Lebenskunst beschäftigt. |
![]() |
|||
| |
||||
Robert Menasse: Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung Ein Podiumsgespräch mit dem Schriftsteller
Robert Menasse und dem Chefredakteur des Journals für Philosophie
„der blaue reiter“ Siegfried Reusch
Im Jahre 2006 erschienen die Frankfurter Poetikvorlesungen des Germanisten, Philosophen und Politikwissenschaftlers Robert Menasse. Darin rüttelte er „unter donnerndem Applaus“ an den Grundfesten des Selbstverständnisses der „freien“ Gesellschaft und wetterte „wortgewaltig gegen den Kapitalismus“ (Süddeutsche Zeitung). Im Herbst der Banken-Pleiten erhält sein „Aufruf zum Umsturz“ unerwartet eine neue Brisanz. In Kooperation mit dem omega verlag Siegfried Reusch e. K. aus Stuttgart.
|
|
|||
Sich bilden - Beiträge zum Jubiläum von
Jochen Hörisch und Jubiläumsfeier zur 25. Ausgabe der Zeitschrift
„der blaue reiter - Journal für Philosophie“.
Der Vortrag basiert auf dem gleichnamigen Text in der Jubiläumsausgabe des blauen reiter.
Laudatio von Prof. Dr. Jochen Hörisch, der zu den „derzeit interessantesten Literatur- und Medienwissenschaftlern der Bundesrepublik“ (Radio Bremen) gehört. Für den blauen reiter fungierte und fungiert er als Interviewpartner, Autor zahlreicher Artikel und Berater der Redaktion. Festvortrag von Dr. phil. Dipl.-Chem. Siegfried Reusch zum Thema „Bin ich ein gebildeter Mensch? Bekenntnisse eines Hochstaplers“: Überall wird mehr Bildung gefordert, Bildungsinitiativen werden gestartet, der Pisa-Test ist in aller Munde. Doch die Frage danach, was denn da gefördert und getestet werden soll, bleibt meist außen vor. Siegfried Reusch hob 1995 zusammen mit den Fachschaften Philosophie der Universitäten von Stuttgart und Ulm die Zeitschrift „Journal für Philosophie - der blaue reiter“ aus der Taufe. Seither ist er Verleger, Mitherausgeber und Chefredakteur des „blauen reiters“. Im Juli erscheint die Ausgabe „Wozu Philosophie?“.
|
![]() ![]() |
|||
| Keine Kränkung – keine Krise. Konsequenzen der Hirnforschung für unser Selbstverständnis Philosophie im Palais – Der philosophische Garten, 19.03.2008 Vortrag von Prof. Michael Pauen [Länge: 90'35, 51,7 MB, 80 kbps]
Im Zuge der Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen der Neurowissenschaften erlebte die Debatte um die Willensfreiheit des Menschen in den letzten Jahren einen neuen Höhepunkt. Generell wird vielfach behauptet, dass neuere Ergebnisse der Neuro- und Kognitionswissenschaften zu einer fundamentalen Revision des menschlichen Selbstverständnisses zwingen. Michael Pauen, Professor für Philosophie des Geistes an der Humboldt-Universität in Berlin, zeigt in seinem Vortrag, dass auch für die Zukunft eine solche Revision nicht zu erwarten ist. Einführung: Matthias Müller
|
![]() |
|||
| Sterbehilfe im säkularen Staat Philosophische Matinee, 17.06.07 Dr. Siegfried Reusch im Gespräch mit Prof. Dr. Dr. Norbert Hoerster [Länge: 67'03, 30,6 MB, 64 kbps]
Der Rechtsphilosoph Norbert Hoerster setzt sich in seinen Veröffentlichungen mit gesellschaftlich wichtigen Rechtsproblemen auseinander, die sich im Spannungsfeld zwischen dem bedingungslosen Schutz jeglichen Lebens und der Frage nach der Selbstbestimmtheit des Menschen bewegen. In seinem Buch „Sterbehilfe im säkularen Staat” fragt er nach der Begründbarkeit für ein generelles Verbot der aktiven Sterbehilfe. Nach Ansicht des Autors ist die entsprechende Diskussion in Deutschland meist religiös bestimmt. Der Wunsch nach der Möglichkeit einer aktiven Sterbehilfe wird darüber hinaus in vielen Fällen mit einer Neuauflage der Euthanasie zur Zeit der NSDiktatur gleichgesetzt. Hoerster vertritt jedoch die These, dass eine enge gesetzliche Regelung in Demokratien der Gefahr eines möglichen Missbrauchs der Legalisierung der Sterbehilfe entgegenwirken kann. Norbert Hoerster - der Referent: Siegfried Reusch - der Moderator:
|
![]()
|
|||
| Tödliche Konflikte Philosophische Matinee, 17.06.07 Vortrag von Prof. Dr. Thomas Zoglauer [Länge: 43'25, 19,8 MB, 64 kbps]
Ist es moralisch geboten, ein Passagierflugzeug abzuschießen, das in ein Hochhaus zu stürzen droht? Darf man einen gesunden Menschen töten, um mit seinen Organen mehrere todkranke Menschen zu retten? Ist Folter erlaubt? Darf man unheilbar Kranke verhungern lassen? Der Mensch ist beständig mit Konflikten konfrontiert. Er ist permanent dazu verurteilt, zwischen Alternativen zu wählen, deren Folgen nicht selten unüberschaubar und unkalkulierbar sind. Dennoch ist ihm die Verantwortung für sein Handeln auferlegt. Prof. Dr. Thomas Zoglauer, Professor für Philosophie an der Universität Cottbus, gelingt es in eindrücklicher Weise, die ethischen Grundfragen und Probleme unserer Zeit anhand anschaulicher praktischer Beispiele darzustellen. Thomas Zoglauer - der Referent:
|
![]() |
|||
| Was bedeutet ,Politik als Beruf' heute? 21.06.07 Einführung Wolfgang Hellmich [Länge: 13'17, 6,15MB, 64 kbps]
1919 hat Max Weber seine Rede „Politik als Beruf“
gehalten, ein Schlüsseltext in der Geschichte des politischen Denkens.
Weber verabschiedet den Idealismus: Politik sei unlöslich in Macht
verstrickt. Doch so klar die Botschaft, der Text ist voller Spannung.
Was kann uns dieser Text heute noch lehren?
|
![]() |
|||
| Wo lernt man leben? - Über Lebensführungskompetenz 5. Stuttgarter Kulturnacht, 21.10.2006
Nach Goethe hilft Erziehung, die Jugend "zu den Bedingungen bilden, unter denen man in der Welt überhaupt existieren kann". Offensichtlich ist ein besonderes Können und Wissen von Nöten, um das Leben führen und meistern zu können. Der Philosoph Prof. Dr. Günther Bien geht der Frage nach, inwieweit die Philosophie das Leben lehren kann. Günther Bien - der Referent:
|
![]() |
|||
| Worüber kluge Menschen lachen 5. Stuttgarter Kulturnacht, 21.10.2006
Humor in der Philosophie? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein - kommt doch die Philosophie in den Augen vieler recht trocken daher. Und wäre der Humor wirklich ein adäquates Stilmittel, um philosophische Erkenntnisse zu vermitteln? Prof. Dr. Manfred Geier, Linguist, Literaturwissenschaftler und Philosoph aus Hamburg, geht in seinem Vortrag auf die Suche nach den Spuren des Humors, des Komischen und des Lachens in der Geistesgeschichte. Er berichtet von Denkern wie Demokrit, Kant, Rabelais, Schopenhauer oder Freud und er fragt sich, welche Bedeutung diese Gelehrten dem Humor beigemessen haben. Manfred Geier - der Referent:
|
![]() |
|||
| >>> weitere Vorträge der Reihe Philosophie im Palais als Volltexte | ||||
| 16.12.2009 Kontakt Probleme mit dem Download? | ||||